Engagement, Gemeinwirtschaft und Daseinsvorsorge: Beispiele und Potenziale gemeinwirtschaftlicher Konzepte in kleinen Gemeinden. Vorstudie
Zeitraum: 01.2023 - 12.2023
Gefördert durch: Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Leitung: Prof. Dr. habil. Thomas Klie
Verantwortliche Ansprechperson: Ebru Taskir, Hannah Böhnert
Projekttyp: Entwicklung und wissenschaftliche Begleitung eines Modellprojektes
Kooperationspartner:
Assoziierte Projektpartner:
- Kirchboitzer Zukunft eG
- Region Seltenrain
- Gemeinschaft Klein Jasedow
Projektziele
Ziel des Projektes ist eine bundesweite Bestandsaufnahme und Analyse von hybriden Bürgergenossenschaften und institutionellen Netzwerken insbesondere in ländlichen Räumen. Auf drei regionalen Workshops sollen Vertreterinnen und Vertreter ausgewählter Beispiele ihre Erfolgsfaktoren und Hemmnisse diskutieren und Erfahrungen austauschen. Die Ergebnisse werden auf einer bundesweiten Tagung Ende 2023 präsentiert und in einem Handbuch zusammengefasst.
Hintergrund
„Engagement, Gemeinwirtschaft und Daseinsvorsorge: Beispiele und Potenziale gemeinwirtschaftlicher Konzepte in kleinen Gemeinden. Vorstudie“ ist ein Projekt des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung (Prof. Dr. Thomas Klie, Freiburg/Berlin) in Kooperation mit der Hochschule Neubrandenburg (Prof. Dr. Peter Dehne) und wird von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt gefördert.
Aufgaben der Daseinsvorsorge werden in Zukunft noch weniger als gegenwärtig allein durch den Markt und Staat gewährleistet. Besonders im ländlichen Raum werden Leistungen über ehrenamtliche Tätigkeit und gemeinwirtschaftliche Formen an Bedeutung gewinnen. Eine Form für gemeinwirtschaftliche Daseinsvorsorge sind hybride Genossenschaften mit mehreren Aufgaben der Daseinsvorsorge unter einem Dach oder Netzwerke von Institutionen (Vereine, Genossenschaften, gGmbHs, Stiftungen, GmbHs, UG, etc.), die Aufgaben der örtlichen Daseinsvorsorge aufeinander bezogen und koproduktiv wahrnehmen.
Zentrale Forschungsfragen des Projektes sind u. a. welche Rolle hybride Bürgergenossenschaften und Netzwerke für die kommunale Daseinsvorsorge übernehmen können, wie Engagement und Ehrenamt in neue gemeinwirtschaftliche Aufgaben eingebunden werden können und welche Rahmenbedingungen dafür erforderlich sind.